Dr. rer. med. LUCICA NEURE

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ALLERGIEN UND NAHRUNGSUNVERTRÄGLICHKEITEN

Ist es eine Allergie oder eine Nahrungsunverträglichkeit?

Es ist einfach, diese beiden Arten von Reaktionen zu verwechseln, da sie einige Symptome gemeinsam haben.

Allergien wie z.B. Pollen-Allergien sind sofortige und offensichtliche übertriebene Immunreaktionen (Körperabwehrreaktionen) auf verschiedene Faktoren der äußeren Umgebung. Diese Faktoren werden Allergene genannt. Die meisten Allergene sind Eiweiße und seltener reine Kohlenhydrate. Andere Allergene sind kleine chemische Moleküle (z.B. Isocyanat, Anhydrid, Formaldehyd), sowie bestimmte Metalle (z. B. Chrom und Nickel). Die Lebensmittel-Allergie ist eine Immunreaktion auf bestimmte Eiweiße in Lebensmitteln. Ein Beispiel dafür ist die allergische Reaktion eines Babys auf Kuhmilcheiweiß.

ALLERGIE – SYMPTOME

URSACHEN DER ALLERGIEN

• Schwellung

• Rötung

• Juckreiz

• Atembeschwerden

• Schnupfen

• Niesen

• Magenkrämpfe

• Erbrechen

• Durchfall

• Hautausschlag

• Nesselsucht

• Ekzem

Allergien werden von verschiedenen Faktoren aus der äußeren Umgebung verursacht, wie z.B.:

PHYSIKALISCHE FAKTOREN

• Hitze

• Kälte

CHEMISCHE FAKTOREN

• Lebensmittel (Früchte, Nüsse, etc.)

• Medikamente

• Impfstoffe

• Toxine

• Kosmetik

• Latex

• Pollen

• Tier- und Insektengifte

• Tierhaare und Schuppen

• Insekten

• Bakterien

• Viren

• Parasiten

• Mikroben

THERAPIE

Vier Säulen sollten in der Regel kombiniert werden, um die Behandlung einer Allergie mit Erfolg zu erreichen:

URSACHEN ANGEHEN

BESCHWERDEN LINDERN

AUSLÖSER MEIDEN

DAS IMMUNSYSTEM STÄRKEN UND AUSBALANCIEREN

NAHRUNGSUNVERTRÄGLICHKEITEN

Neben der Allergie kann ein Mangel an bestimmten Verdauungsenzymen zur Nahrungsmittelunverträglichkeit führen.

MILCHZUCKERUNVERTRÄGLICHKEIT (LAKTOSEUNVERTRÄGLICHKEIT ODER LAKTOSEINTOLERANZ)

Die Milchzuckerunverträglichkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen, das mit zunehmendem Alter häufiger auftritt, nach dem Verzehr von Milch- und Milchprodukten. So leiden bis zu 10 Prozent der Erwachsenen in Europa an einem angeborenen Mangel des Enzyms Laktase, das Milchzucker (Laktose) in seine zwei Zuckerbestandteile aufspaltet.  Ohne das Enzym Laktase kann die Laktose nicht vom Dünndarm aufgenommen werden, was zu Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und krampfartigen Schmerzen führt.

Neben der häufigen Milchzuckerunverträglichkeit gibt es noch andere, aber seltenere Enzymmangelkrankheiten, bei denen die verminderte Verdauung von Fruktose (Fruktose Intoleranz), Galaktose, Sorbit u.a. zu ähnlichen Symptomen führen kann.

THERAPIE

Die Behandlung besteht darin, das auslösende Nahrungsmittel zu vermeiden. Zusätzlich müssen sich die Betroffenen auch gegen verschiedene Pollen schützen, gegen die oft eine Kreuzallergie besteht. Beispielweise sind die Birkenpollenallergiker oft auch gegen Äpfel, Haselnüsse und Steinobst allergisch oder die Latexallergiker reagieren häufig auch allergisch auf Avocados, Feigen, Bananen und Pfirsiche.

Bei Milchzuckerunverträglichkeit ist es wichtig, Milch und Milchprodukte zu meiden oder – in leichteren Fällen – nur in reduzierter Menge zu konsumieren. Der Betroffene kann auch laktosefreie Milchprodukte oder entsprechende Milchersatzprodukte (z.B. Soja- oder Reismilch, Sojasahne, veganen Käse) zu sich nehmen. Das Angebot von laktosefreien Produkten wächst stetig und auch zahlreiche Restaurants in Berlin haben sich bereits auf die Bedürfnisse dieser wachsenden Kundengruppe eingestellt.

Allerdings es ist nicht immer möglich, Nahrungsmittel mit Laktose vollständig zu vermeiden.

SELBSTHILFE UND EINIGE ALLGEMEINE TIPPS

• Meiden Sie Fertigprodukte, deren Verträglichkeit Sie nicht kennen bzw. deren Inhaltsstoffe nicht eindeutig gekennzeichnet sind.

• Machen Sie sich mit den verschiedenen Bezeichnungen vertraut wie z. B. die E-Nummer bei unverträglichen Konservierungsmitteln.

• Wann immer möglich, erhitzen Sie die Speisen; manche Nahrungsmittel verursachen nur im rohen Zustand eine allergische Reaktion.

• Meiden Sie grundsätzlich Gewürzmischungen und Lebensmittel mit hohem Histamingehalt sowie Alkohol und Fruchtsäfte.

• Es empfiehlt sich, eine Ernährungsberatung zu machen, wenn Sie auf Grundnahrungsmittel oder eine Vielzahl von Nahrungsmitteln

   allergisch reagieren.

• In meiner Praxis erhalten Sie Auskunft darüber, welche Alternativnahrungsmittel Sie verwenden können, um Ihren täglichen

   Nährstoffbedarf ohne Probleme zu decken.

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